Kameratest Sony DSC-QX10

Drahtloses Objektiv Sony DSC-QX10 im Foto- und Videotest

Testbild Sony QX10

Beispielfoto Sony QX10


Sony nennt die DSC-QX10 ein “Drahtloses Objektiv” obwohl weit mehr dahinter steckt. Denn in dem nur nach Objektiv aussehendem Objekt steckt ein Sensor (18 MP, 1/1,23″), ein Akku, eine microSD Karte und natürlich das Objektiv. Mit 10x Zoom von 25-250mm (umgerechnet auf Kleinbildformat) versteht sich die QX10 als “Objektiverweiterung” für ein Smartphone.

Viele Fotos werden heute mit dem Smartphone “geschossen”. Erst hinterher, am PC oder vor allem beim Ausdrucken, merkt man die Einschränkungen durch die einfache Optik und der mini CCD Kamerasensor ab 1/3,2″ (Sony Xperia Z). Die Bilder sind nicht besonders scharf und bei schlechten Lichtverhältnissen unglaublich verrauscht.
Sony bietet ambitionierten Smartphone Fotografen mit der DSC-QX10 eine Erweiterung und einen Qualitätssprung bei der Bildqualität.

Hält die QX10 diese Versprechen?

So funktioniert die QX10

Die Benutzung der QX10 ist denkbar einfach. Geladenen Akku und microSD Speicherkarte einlegen, App von Google Play oder itunes Store kostenlos laden (Sony Play Memories). Dann die Kamera einschalten und die App starten. Beim ersten Mal muss man das Passwort für die Kamera eingeben. Danach wird die Verbindung automatisch hergestellt.
Jetzt kann man das Objektiv und die Kamera mit dem Smartphone steuern. Dazu kann man den Schärfepunkt durch Antippen setzen und Zoomen. Des weiteren kann man zwischen drei verschiedenen Automatik Modi hin und her schalten, Programm, Automatik und erweiterte Automatik. Zum Auslösen muss am am Telefon auf das Symbol tippen.
An der Kamera selbst befindet sich ein eigener Auslöser und eine Taste zum Zoomen.

QX10 Bewertung

Die QX10 zeigt uns die Zukunft der Fotografie, zumindest einen Aspekt davon. Aufnahmeeinheit und Bedienteil werden für kreative Fotografie getrennt. Leider hapert es bei der Sony QX10 an der Umsetzung. Die "drahtlose Objektiveinheit" ist langsam und unhandlich.
Die QX10 ist in jeder Hinsicht langsam. Es dauert bis die App gestartet ist und sich Smartphone und Kamera verbunden haben. Die Kamera reagiert nur träge auf die Zoom und Auslösebefehle, die Auslöseverzögerung ist spürbar. Die Kamerasicht wird teilweise träge und mit Verspätung übertragen und angezeigt. Die QX10 ist für Schnappschüsse ungeeignet. Der Kamera fehlt ein Bildstabilisator, unverständlich für diese Preisklasse.
Die Bedienung ist denkbar einfach, denn es gibt nur Automatikprogramme. Programm, iAuto und “Hervorragende Automatik” (so heißt der Automatikmodus) versuchen jeweils das Beste aus den Motiven zu machen. So bietet die iAuto Funktion eine Gesichtserkennung und die “Hervorragende Automatik” einen HDR Modus (Achtung Stativ erforderlich!). Die unterschiedlichen Ergebnisse können Sie in den Beispielfotos sehen.
Die Handhabung der Objektiveinheit ist unhandlich. Das Ganze ist zu groß für eine Hosentasche und liegt nicht gut in der Hand. Mit angebauten Klammern lässt sich die Einheit direkt an das Smartphone klemmen. Die Gewichtsverteilung ist so unglücklich, dass die Kombination noch unhandlicher wird. Der Auslöser ist nicht zu erfühlen, systembedingt, und das erfordert zum Auslösen den Blick auf den Display.
Die Bildqualität ist für die Sensorgröße und das Objektiv akzeptabel aber nicht besonders erwähnenswert. Verwunderlich sind die Artefakte bei Aufnahmen im hellen Sonnenlicht. Mit der “Hervorragende Automatik” Funktion lassen sich sehr schöne Nachtaufnahmen mit einem Stativ schießen. Zum Smartphone werden nur verkleinerte Fotos geschickt. Wer ohne Speicherkarte fotografiert hat dann kein Bild in Originalgröße.
Die Objektiveinheit hat einen hohen Spaß und Funfaktor. Der Blitz lässt sich in vielen Situationen durch das Handylicht ersetzen und die Trennung von Display und Aufnahmeeinheit erlaubt viele kreative Fotos. So kann man die Kamera auf einem höheren Standpunkt positionieren, z.B. mit einem Einbeinstativ oder auf einem Regal, und dennoch sehen was man fotografiert.

QX10 Pro und Contra

Mit der QX10 hat Sony wieder einmal als erster Kamerahersteller die Zukunft eingeläutet. Leider taugt die QX10 aber nur für Computer Bastler, die auffallen wollen.
Die Kamera ist langsam und unhandlich und bietet deutlich "weniger" als heute für die Preisklasse übliche Leistungen, z.B. einen Bildstabilisator, Blitz, Einstellungen, Szenemodi und Effekte. Wer dachte, dass eine Kamera ohne Display kleiner wird hat sich getäuscht. Die Objektiveinheit ist deutlich voluminöser als vergleichbare Kompaktkameras und passt wegen ihrer ungewöhnlichen Form in keine Hosentasche. Der Bildschirm wird schmerzlich vermisst, so muss man immer Objektiv und Smartphone jonglieren.

Vor allem Samsung und Canon bieten mit Ihren WLan fähigen Kameras (WiFi Funktion) deutlich mehr als Sony mit der QX10. Sie haben bei Canon und Samsung vollständige Kameras (die in die Hosentasche passen) mit deutlich mehr und besseren WiFi Fähigkeiten zum einem günstigeren Preis.

 



QX10 Videos

Die Videoqualität ist gut (HD) und mit 30 fps auch recht flüssig. Der Zoom per Smartphone ist beim Videodreh eine Katastrophe. Er führt zu Verwacklungen und kann nicht langsam und stetig ausgelöst werden. Wird die Verbindung zwischen Telefon und Einheit gestört, wird das Video pixelig und das Bild unstetig.

Beispielvideos:

Technische Daten der QX10 im Überblick

Objektiv 10x Zoom, Sony G Lens

F

F3,3 (W) – 5,9 (T)

Brennweite (f=) (mm)

f = 4,45 – 44,5 mm

Brennweite (f=) (umgerechnet auf 35-mm-Kleinbild)

F=25-250 mm (Foto 4:3-Modus)

Sensortyp: Exmor™ R CMOS Sensor
Größe (Zoll) 7,76 mm (Typ 1/2,3)
Pixel effektiv (Mio. Pixel) ca. 18,2
BIONZ Prozessor JA
Gesichtserkennung JA
  ISO 100-3200 (iAuto),

ISO 100-12800 (Hervorragender Automatikmodus),

ISO100-1600 (Programmautomatik)
SteadyShot-Funktion NEIN
Batterieleistung Ca. 220/ca. 110 Min.
Blitz NEIN
Video HD (30p)
Farbe weiß/schwarz

Sony Website Sony DSC-QX10

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